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Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will. (John Steinbeck)
Ein Beitrag zur Kulturförderung
Wirtschaft und Kultur – ein Gegensatz?
Wie kommt ein Museum an Besucher?
Die demokratische Form des Mäzenatentums
Die Intelligentes Sponsoring zu günstigen Preisen
Kultur als Plattform für das öffentliche Gespräch
Anerkannte Betriebsausgabe
Beitrag zur Kulturförderung
Finanzierungsmodell Kulturparkett
Aufbauleistung Kulturparkett
Geschäft auf Gegenseitigkeit
Visionen sind erlaubt!
Wirtschaft und Kultur – ein Gegensatz?
Längst nicht mehr, denn in Zeiten knapper öffentlicher Kassen, suchen sowohl kulturelle Einrichtungen als auch Künstler nach neuen Möglichkeiten finanzielle Ressourcen zu erschließen. Museen bspw. arbeiten an zielgruppenorientierten Angeboten, haben einen Blick für die Konkurrenz am Freizeitmarkt bekommen, wenden Instrumente des strategischen Marketings an, stellen sich ihrem Publikum auf Internetpräsenzen vor und verpacken all dies in einer einheitlichen Kommunikationsstrategie, um das Museum als Marke wahrnehmbar zu machen.
Wie kommt ein Museum an Besucher?
Die Konkurrenz in der Museumslandschaft ist groß, das Angebot an Freizeiteinrichtungen erscheint grenzenlos und so agieren auch Museen verstärkt nach den Regeln des Marketings und gestalten ihre Aktivitäten und Angebote im Hinblick auf eine nachhaltige Besucherbindung. Attraktive Angebote, die sich variabel und zielgruppenorientiert an Kinder, Schüler, Jugendliche, Senioren oder die ganze Familie wenden, bedingen eine vielfältige Form der Publikumsnähe. Diese Vielfalt kostet Geld, das der öffentliche Haushalt allein nicht mehr hergibt. Kultursponsoring kann hier einen komplementären Beitrag zur Kulturförderung leisten.
Die demokratische Form des Mäzenatentums
Kultursponsoring ist ein Instrument der Öffentlichkeitsarbeit. Doch im Unterschied zum früheren Mäzenatentum hat der Empfänger der Geld- oder Sachzuwendungen eine erkennbare und nützliche Gegenleistung zu bieten. Ein Museum als Kulturbetrieb oder ein Künstler wird zum Anbieter einer gesellschaftlich wichtigen und schönen Leistung. Es werden Dienstleistungen und Events als Kommunikationsfaktor und zur Imageprofilierung geboten, für die der Sponsor bezahlt. Das Sponsoring einer kulturellen Leistung kann ein Unternehmen als effektives und ökonomisches PR-Instrument einsetzen und beim Aufbau einer echten Partnerbeziehung kann sich ein Unternehmen die Option auf gute Pressearbeit gleich mit sichern. Es gibt viele Möglichkeiten zum Einstieg in das Kultursponsoring, auch dann, wenn wenig Geld zur Verfügung steht. Die Wirkung kulturellen Engagements geht dabei gerade auf lokaler Ebene über den reinen Werbeeffekt hinaus.
Intelligentes Sponsoring zu günstigen Preisen
Eine Sponsoring-Partnerschaft muss zum Unternehmen passen und umgekehrt. Bei der Auswahl eines geeigneten Partners sollte daher nach Gemeinsamkeiten gesucht werden. Gibt es einen regionalen oder lokalen Bezug oder stehen möglicherweise die Produkte oder Betätigungsfelder des Unternehmens im engen Zusammenhang mit dem Thema eines Kunstprojektes oder mit den museumspädagogischen und – didaktischen Angeboten? Bei der Suche nach dem passenden Projekt wird sich zeigen, dass es keinesfalls riesiger Summen bedarf, um ein sinnvolles Kultursponsoring zu betreiben: Ein ortsansässiger Handwerksbetrieb sponsert eine Ausstellung von Holzskulpturen, ein Busunternehmen sponsert eine Museumstour zu den historischen Orten Schloss Hülchrath, Ehemalige Synagoge Hülchrath und Museum Villa Erckens für Senioren, ein mittelständisches Unternehmen stiftet einen Förderpreis für junge Künstler usw.. Die Förderung von Kulturprojekten bewirkt immer etwas Sichtbares, Hörbares und Erlebbares. Ein unternehmerisches Engagement für Kultur ist oft auch ein soziales Engagement. Es ist die Basis für das öffentliche Gespräch und lässt sich auf die konkreten Bedürfnisse eines lokalen Standortes hin gestalten.
Kultur als Plattform für das öffentliche Gespräch
Eine Sponsoring-Partnerschaft ist immer eine Partnerschaft zu dritt. Das Kultursponsoring bietet den enormen Vorteil, dass es Themenaufhänger und Anlässe generiert, über die in der lokalen und regionalen Presse gerne berichtet wird: Eine Ausstellungseröffnung, ein Konzert oder ein Kunstvortrag für die Belegschaft sind immer berichtenswerte Ereignisse. Kultursponsoring bietet medienrelevante Themen, mit denen sich ein Unternehmen öffentlich profilieren kann.
Anerkannte Betriebsausgabe
Seit dem Sponsoringerlass der Bundesregierung vom 18.2.1998 gelten Sponsoringausgaben, bei denen die Gegenleistung in erkennbarer Werbewirkung bzw. in der Erhöhung des unternehmerischen Ansehens liegt, als in voller Höhe absetzbare Betriebsausgaben. Inzwischen gilt also der Pressebeleg über ein Sponsoringprojekt bei den Finanzämtern wie der Beleg einer Anzeigenrechnung als gleichwertiger Nachweis einer unternehmerischen Kommunikationsabsicht.
Beitrag zur Kulturförderung
Bund, Länder und Gemeinden stellen in Deutschland den weitaus größten Teil der Kulturfinanzierung. Doch während die öffentliche Hand den Haushaltsgesetzen folgend ihre Ressourcen gleichmäßig und gerecht verteilen muss, kann das Unternehmen Geldleistungen, Sachleistung oder Dienstleistung gezielt und individuell einsetzen. Privaten Förderern bietet sich eine facetten- und chancenreiche Ausgestaltung ihrer Kulturförderung. Die Stadt Grevenbroich hat die Chancen erkannt, die in einem systematischen Aufbau eines Beziehungsnetzwerks zwischen Wirtschaft und Kultur liegt. Sie unterstützt den Erhalt und Ausbau eines facettenreichen Kulturprogramms. Für Unternehmen ist es bislang nicht einfach, sich umfassend über das Spektrum einer Kulturpartnerschaft zu informieren. Vielfältig sind die Fragen, die sich für Unternehmen oder private Förderer stellen. Sie berühren die Bereiche Recht und Steuern, genauso wie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.
Finanzierungsmodell Kulturparkett
Die Initiative Kulturparkett versteht sich als ein komplementärer Beitrag zur Kulturförderung mit dem Ziel langfristig das kulturelle Angebot in Grevenbroich zu sichern und in seiner Vielfältigkeit auszubauen. Kreative Partnerschaften und lebendige Allianzen sollen entstehen und ein Netzwerk der Kultur schaffen. Das Fundament dieser Initiative bildet eine Sponsoringplattform im Internet, über die Unternehmen und Kulturschaffende zusammengeführt werden. Durch eine aktive Moderation zwischen Kultur und Wirtschaft sollen die Grenzen geöffnet werden, die zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten bestehen.
Aufbauleistung Kulturparkett
Das Fundament, also die Internetpräsenz Kulturparkett und die fortlaufende, aktive Moderation zwischen Kultur und Wirtschaft sind die beiden Eckpfeiler der Kulturinitiative für Grevenbroich. Einer Initiative, die auch überregional Beachtung finden kann und über die Stadtgrenzen einsetzbar ist. Ganz im Sinne der Kernidee wird auch für den Aufbau der Kultursponsoring-Plattform ein Sponsor gesucht. Ein Hauptsponsor für die Dachmarke Kulturparkett. Mit dem Aufbau dieser Initiative wird eine Marke für Kultur in Grevenbroich geschaffen, deren Wert mit wachsender Bekanntheit steigt. Insbesondere die Einführungsphase wird von intensiver Pressearbeit begleitet sein und eine hohe Medienaufmerksamkeit erzeugen. Der Sponsor der Dachmarke Kulturparkett wird hiervon in besonderem Maße profitieren. Untersuchungen haben belegt, dass Kultursponsoring bei Kunden und Mitarbeitern eine hohe Akzeptanz hat und positive Wirkungen entfaltet.
Geschäft auf Gegenseitigkeit
Die Gegenleistung für den Dachmarken-Sponsor sind ein Exklusivitätsanspruch und die titelbezogenen Werberechte, d.h. die Überlassung des Titels und des Logos Kulturparkett, mit dem er berechtigt ist, sich als Partner oder Förderer darzustellen. Darüber hinaus wird der Hauptsponsor in alle Werbe- und PR-Maßnahmen zum Start der Kulturinitiative einbezogen. Der Hauptsponsor erhält für die gesamte Dauer der Sponsoringpartnerschaft eine Bannerfläche auf der Internetpräsenz www.Kulturparkett.de.
Ausgaben für Sponsoring sind im Unterschied zur Spende in voller Höhe absetzbar. Die Zuwendungen des Dachmarkensponsors gelten dem Grunde nach als Betriebsausgabe für ertragssteuerliche Zwecke.
Visionen sind erlaubt!
Kulturschaffende aus Grevenbroich wahrnehmbarer machen.
Kreatives Potential wird durch ein Netzwerk der Kultur freigesetzt.
Der Kulturbetrieb in Grevenbroich wird um viele spannende und erlebnisreiche Veranstaltungen bereichert.
Die Wirtschaftsförderung in Grevenbroich wird durch den florierenden Standortfaktor Kultur gestärkt.
Der Stadttourismus wird um attraktive Ausflugsanlässe bereichert.
Und darüber hinaus kann sich aus dem systematischen und gezielten Aufbau einer Kultursponsoring-Initiative das Potential für die Schaffung und Etablierung einer kulturellen Großveranstaltung mit einem weiten Anziehungsradius entwickeln, so wie es bspw.die Stadt Moers mit ihrem Jazzfestival erreicht hat.
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